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Die "Chronik von TURA Meldorf" wurde von "Vereinsnachrichten" freundlicherweise zur Verfügung gestellt. Dort wird die Chronik auch in den nächsten Ausgaben fortgeführt.

1885 bis 1914

Am 1. Oktober 1885 gründete Johann Kluge, der Sohn des Lohngerbereibesitzers H. Kluge den Männerturnverein in Meldorf (schon 1863 habe es in Meldorf einen Männerturnverein unter dem Vorsitz von Dr. Körner gegeben, grub der Chronist Voigt aus den Akten des Kreisarchivs aus, ein sportliches Geschehen sei jedoch nicht dokumentiert worden). Männer der ersten Stunde waren Kokartis, Jürgensen, Krogmann, Kluge, Tewes, Peters I, Peters II, Schulz I, SchulzII, Rommel, Maßen und Maßmann. Das erste der Polizeiverwaltung vorgelegte Mitgliederverzeichnis enthält zusätzlich die Namen Schneider, Möller, Constabel, Tonner, Meier, Kröger, Horn, W. Martens, Wagner, Karstens, Gerstenkorn, Wandmaker,Reimers, Brodersen, Neumann, A. Krogmann, Stauch, Th. Martens, Sibbersen und Helbig. Die Männer turnten im Saal des „Deutschen Hauses“ nach den Angaben der Vorturner J. Kluge, Friseur Kokartis und den Stellmachern Jürgensen und Bubbers. Barren und Reck waren Leihgaben des Gymnasiums. Die Matten fertigte Hermann Rommel und das Stroh zur Füllung lieferte A. Tewes, gebrauchte große Säcke stiftete J. Kluge.

1886: Am 27. Juni fand das allererste Gauturnfest in Meldorf statt. Vorsitzender war zu dem Zeitpunkt Lehrer Heesch, gleichzeitig Turnwart. Er hatte Stadtkassierer Jürgensen im Frühjahr abgelöst.

1887:  Lehrer Schlüter übernahm den Vorsitz, Heesch blieb Turnwart. Als Schriftführer amtierten hintereinander Claußen, Eggers und bis 1923 Buchdrucker H. Darger, der sein Amt mit großer Gewissenhaftigkeit und Liebe zur Turnsache verwaltet habe, wie zu lesen ist. Kassenwart war bis 1889 W. Martens, ihm folgte Stadtkassierer Jürgens. Seit Oktober diesen Jahres turnte der Verein in der „Erheiterung“.

1888: Anfang des Jahres gab es nach dem Beitragsbuch 33 aktive und 46 „soziale“ (passive) Mitglieder. In den ein Jahr später gedruckten revidierten Statuten waren Rommel, Bock, Finke, Thode und H. Hebbel als Vorturner aufgeführt. Am 22. Juni fand das achte Gauturnfest statt, das mit Zapfenstreich und „Reveille“ eingeleitet wurde.

1890: Das fünfte Stiftungsfest feierten fast alle Vereine des Gaues mit.

1892: Die Fahnenweihe am 25. /26. Juni fand im Beisein aller Turnvereine statt.

1893: Die Leitung des Gaues ging nach Meldorf über. Gauvertreter war Schlüter, Gauturnwart Heesch, Gauschriftwart Darger und Gaukassenwart Jürgens. An den Kreisturnfesten in Schwerin 1890, Flensburg 1893, Lübeck und Rensburg waren die Meldorfer Turner beteiligt, wie auch an den Gauturnfesten in Heide, Brunsbüttelhafen, Lunden, Hademarschen, Nordhastedt, Eddelak und Wesselburen.

1894: Das Gauturnfest feierten die Sportler in Albersdorf, auf Anregung von Schlüter zum ersten Mal als Wetturnen. Je drei Übungen mussten an drei Geräten durchgeführt werden, dazu kamen Steinstoßen, 200 Meter- Lauf und Hochsprung.

1899: Es findet wieder ein Gauturnfest in Meldorf statt, diesmal auf dem Schulhof der damaligen Knabenschule. In den Jahren 1901/1902 trat Turnwart Heesch von seinem Amt zurück und der Korbmacher Hugo Engelcke übernahm das Amt, das er auch schon in Marne innegehabt hatte. Unter ihm gelangte der Verein zu hoher Blüte. Engelcke nahm sich vor allem der Jugend an. So veranstaltete er am 8. März 1903 ein Schauturnen seiner Jugendabteilung in der „Erheiterung“. Auch Turnausflüge organisierte er.

1903: Lehrer Schlüter trat als Gauvertreter und Vorsitzender des MTV Meldorf zurück. Die Nachfolge übernahm der Gymnasialoberlehrer Dr. Aisin, der dieses Amt bis 1906 ausfüllte. Schlüter ernannte man zum Gau- und Vereinsehrenmitglied. Die gleiche Auszeichnung erhielten Heesch, Darger, Jürgens und Bock für ihre unermüdliche Vereinsarbeit. Für den Zeitraum von 1903 bis 1912 geben weder die vom Ehrenmitglied Holst verfasste Festzeitschrift zum 40-jährigen, noch die von W. Voigt zum 75-jährigen Jubiläum Auskünfte, da erst seit 1912 wieder ein Protokollbuch vorliegt.

1912: Am 3. März wurde die städtische Turnhalle unter Beteiligung des MTV Meldorf eingeweiht. Sie durfte vom Verein unentgeltlich genutzt werden.

1913 gab es 191 Vereinsmitglieder.

1914: Die Generalversammlung wählte Lehrer Lorenzen zum Turnwart. Am 18. August beschloss eine außerordentliche Generalversammlung wegen Ausbruch des Ersten Weltkrieges das Turnen einzustellen. Doch schon am 26. September begann es wieder unter Turnlehrer Autenrieth aus Altona. Er gehörte einer einquartierten Landsturmkompanie an. Nach Bildung einer Jugendwehr erfasste diese Maßnahme die letzten Turner. Der Turnbetrieb kam zum Erliegen.

1919 bis 1932

1919: Am 26. Februar tagten der Turnrat und die Leitung der Jugendwehr gemeinsam. Hierbei beschloss man die Auflösung der Jugendwehr. Bei einer Versammlung in der „Erheiterung“ hielt Lehrer Lorenzen einen Vortrag über Zweck und Wert des Turnens. Am 17. März konnte der Turnbetrieb wieder aufgenommen werden. In alter Treue stellten sich die ehemaligen Vorturner Finke, Hebbel und Schott zur Verfügung. Lehrer Heesch legte sein Amt als Vorsitzender aus Altersgründen nieder und wurde zum Ehrenvorsitzenden ernannt. Die Leitung übernahm Kreisausschusssekretär Holst. Die erste Gauveranstaltung nach dem Krieg war die Götzwanderung des Gaus nach Meldorf. Die Dithmarscher Landeszeitung schrieb dazu am 31. Mai: „Erfreulicherweise war es eine gar stattliche Zahl von Turnerinnen und Turnern, die vorgestern in den Vormittagsstunden durch die ihnen zu Ehren mit Fahnen geschmückten Straßen zogen.“ Im September fand das erste Gauspielfest in Meldorf statt. Als Spielplatz richtete man erstmalig die bei den Anlagen liegende Koppel her und neu war die Angliederung einer Damen-, einer Knaben- und einer Mädchenabteilung an den Verein. Die Damenriege leitete anfangs Lehrerin Denker, später Schröder und danach Ketelsen. A. Kahlke führte vor O. Weyhmann die Knaben- und Maurer Hinz nach J. Finke die Mädchenabteilung.

1920 war Monteur Behrens Turnwart, Bodenstein Spielwart und Schott Vorturner in der Damenriege.

1921 übernahm H. Hinz das Amt des Spielwartes. Die Zahl der aktiven und passiven Mitglieder stieg ohne die Kinderabteilungen auf über 200.

1922: Auf der Jahreshauptversammlung (JHV) am 12. April wurden neue Satzungen beschlossen, die der Vorsitzende Holst aufgearbeitet hatte. Das Hauptereignis des Jahres war das Kreisturnfest in Heide, an dem Sportler aus Schleswig- Holstein, Hamburg, Lübeck und Mecklenburg teilnahmen. Am 17. Juli war der Hamburg-St. Pauli-Turnverein zu Gast in Meldorf. Die Turnerinnen und Turner zeigten vorzügliche und völlig neue Turn- und Tanzübungen. Anlässlich des Stiftungsfestes fand ein Wettlauf „Rund um Meldorf“ statt.

1923 wurde Webmeister Renz Turnwart und H. Schröder Damenturnwart. Am 16. Juni verstarb Schriftwart und Ehrenmitglied Darger. Die Nachfolge trat Buchdrucker H. Baumann an.

1924: Am 24. Juni richtete der Verein in Meldorf das 36. Gauturnfest aus. Dabei siegten Gertrud Weymann, Adele Boll und Annemarie Christiansen. Am 24. August fand zum erstenmal ein Jugendgauturnfest statt. Die Veranstaltung war in Heide. Als Sieger gingen unter anderen Johann Hebbel, Werner Boie, Irmgard Weymann, Anna Boll, Marie Hebbel daraus hervor. Ketelsen übernahm von Schröder die Leitung der Damenriege. Bürodirektor Holst legte nach sechs Jahren vorbildlicher Führung des Vereins das Amt nieder. Holst erhielt die Ehrenmitgliedschaft. Die kommissarische Leitung übernahm Ketelsen.

1925: Auf der JHV am 15. Februar wählten die Mitglieder Studienrat Herzberg zum Vorsitzenden. An die Stadt richtete man eine Eingabe, auch den hinteren Teil des Sportplatzes nutzen zu können.

1926 bestand der Turnrat aus dem Vorsitzenden Studienrat Herzberg, Männerturnwart Ketelsen, Damenturnwart Ohlen, Leiter der Knabenabteilung Weymann und Finke, Mädchenabteilung Lehrer Ziese und A. Boll, Frauen: Renz, Männer: Herzberg, Kassenwart von der Heide, Schriftwart Baumann und Pressewart Holst, der ein Jahr später zusätzlich zum zweiten Vorsitzenden gewählt wurde.

1928: An einem vom Verkehrsverein aufgezogenem Strandfest, das danach jährlich durchgeführt wurde, wirkten Turnerinnen und Turner mit. Das Gauturnfest fand in Meldorf statt und am 12. August organisierte der Verein ein Jahnfest am Hafen. Hier zeigten die Turner einen Querschnitt ihrer Arbeit einem interessierten Publikum.

1930 ging die Mitgliederzahl zurück, geeignete Turnwarte fehlten. Leiterin der Frauenabteilung war Adele Boll, ihre Stellvertreterin Anna Boll. Im Jugendheim fanden Heimabende statt.

1931 wuchs der Spielbetrieb stark an. Bei Kassenwart von der Heide bedankte sich der Vorstand für seine beispielhafte Treue während seiner 25-jährigen Amtsausübung.

1932 verstarb Kassenwart von der Heide. Sein Amt übernahm Holst.

1933 bis 1946:

1933 fuhren zwei Turnerinnen und Turner zum Stuttgarter Turnfest. Adele Boll schied aus dem Verein aus. Eine Wehrsportriege wurde eingerichtet.

1934 schied Behrens nach 13-jähriger Mitarbeit aus seinem Amt aus. Hans Martens wurde Oberturnwart. Die ersten Auswirkungen des Hitlerregimes machten sich im Verein bemerkbar. Studienrat Herzberg trat zurück. Ihm wurde die Ehrenmitgliedschaft angetragen und der Ehrenbrief der Deutschen Turnerschaft überreicht. Seine Nachfolge trat Lehrer Neumann an. Auch Schriftwart Baumann legte sein Amt nieder. Lange Jahre hatte er maßgeblich am Aufbau des Vereins mitgewirkt.

1935: Das 50- jährige Jubiläum des MTV Meldorf fiel mit dem Kreisturnfest der Dithmarscher und Eiderstedter Turnerschaft zusammen. Johann Kluge, Hermann Rommel, Thode und Heinrich Hebbel erhielten die Ehrenmitgliedschaft. Während bei der Männerriege ein Mitgliederschwund zu verzeichnen war, wuchsen die Frauen-, Mädchen- und Knabenriege stark an.

1936: Am 1. April wurde die Deutsche Turnerschaft aufgelöst.

1937 ging die Mitgliederzahl weiter zurück. In der Dithmarschenhalle fand ein Geräteturnwettkampf Schleswig gegen Holstein statt.

1938 nahmen vier Turnerinnen und Turner am Deutschen Turn- und Sportfest in Breslau teil. Nach 20-jähriger Mitarbeit schied H. Baumann aus dem Verein aus und kam damit einem Ausschluss wegen „politischer Unzuverlässigkeit“ zuvor.

1939 wies die Bestandserhebung 139 Mitglieder aus, davon zehn Knaben und 20 Mädchen.

1940/41 stagnierte der Vereinsbetrieb. Wegen der Einberufung Neumanns zum Kriegsdienst führte A. Holst vorübergehend den Verein. Am 8. Dezember übernahm E. Neumann wieder seinen Posten.

1942: Am 26. April wurden unter Mitwirkung von Glückstädter Turnerinnen und der Kriegsmarine (Boxen) in der „Erheiterung“ sportliche Darbietungen gezeigt. Den Turnbetrieb hielten einige „Unentwegte“ aufrecht.

1944: Unter der Vereinsführung von E. Thaysen besuchten sechs Teilnehmer des MTV Lehrgänge beim Wandersportlehrer Schlesinger, der zu der Zeit noch in Meldorf weilte (Für die Zeit von 1938 bis Kriegsende existieren keine Protokollaufzeichnungen! Chronist Voigt konnte lediglich auf mündliche Überlieferungen zurückgreifen).

1945: Das NS-Regime hatte alle Turnvereine und Sportgemeinschaften in sich aufgesogen und der II. Weltkrieg hatte fast allen Sportbetrieb zum Erliegen gebracht. Aber schon bald fanden sich heimkehrende Sportfreunde zusammen und erörterten unter Führung von Johann Hebbel Möglichkeiten eines Neuanfangs.

1946: Hebbel lud zu einer Versammlung am 24. Januar ins Hotel „Stadt Hamburg“ ein. Die 27 anwesenden Neugründer riefen den früheren MTV von 1885 neu ins Leben. Sie beschlossen die Wiederaufnahme der turnerischen Arbeit und wählten gleich einen provisorischen Vorstand. 1. Vorsitzender Johann Hebbel, 2. Vorsitzender Heinrich Baumann, Kassenwart Alfred Holst und einen Monat später Karl Klüssendorf, Frieda Hinck (Schacht), Hans Glashoff. Die Neugründung musste über die bereits wieder vorhandene deutsche Behörde von der britischen Besatzungsmacht genehmigt werden. Alle Vorstandsmitglieder mussten entnazifiziert sein. Um die Konkurrenz eines zweiten Sportvereins in Meldorf zu vermeiden, wurde von Johann Hebbel am 3. Mai 1946 eine selbständige Fußballabteilung ins Leben gerufen, die sich in dieser Gründungsversammlung Willi Bieritz zum Abteilungsleiter wählte (Zusammenfassung des früheren MTV und des früheren Fußballvereins unter einem Vorstand in einem Verein). Vor Aufnahme des Turn- und Spielbetriebs musste in freiwilligem Arbeitsdienst der Mitglieder der Sportplatz neu planiert (er war bis 1945 Entlassungslager der Wehrmacht gewesen) und die Turnhalle (sie diente bis Anfang 1947 als Torflager) gesäubert werden.

1947 bis 1957

1947 kamen zu den Sparten Turnen, Hand- und Fußball die neuen Abteilungen Tischtennis (schon bald 60 Mitglieder) und Boxen unter Heinz Martens dazu.

1948 wurde erstmalig ein Faschingsfest veranstaltet. Die Währungsreform erschwerte erheblich die notwendig gewordene Überholung des Sportplatzgeländes.

1949: Am 20. und 21. August führte der Verein ein Kreissportfest für Norder- und Süderdithmarschen in Meldorf mit 750 Teilnehmern unter der Gesamtleitung des Oberturnwartes Hans Martens durch.

1950: Die vom Vorstand beschlossene Ersetzung des traditionsreichen Vereinsnamens MTV von 1885 durch Turn- und Rasensportverein e. V. (Tura) wurde am 8. Februar von der Jahreshauptversammlung bestätigt. Es sollte selbst im Namen dokumentiert werden, dass neben Turnen auch Rasensport betrieben wird. Unter Willi Richel unterstrichen 500 Kinder die Namensänderung, gekleidet in den Vereinsfarben grün und weiß. Grüne Mützen mit weißem Streifen und Quaste. Grüne Abzeichen auf weißen Hemden. Grüne Hosen mit weißen Streifen. Dazu sangen sie die extra für diesen Anlass gedichtete Hymne: „Grün und weiß die Farben sind, Tura Meldorf kennt ein jedes Kind.“ Nach Differenzen mit den ballspielenden Abteilungen wurde Johann Hebbel als 1. Vorsitzender abgewählt und durch W. Grützmacher ersetzt, der aber schon bald sein Amt zur Verfügung stellte. Johann Hebbel wurde einstimmig wieder zum Vorsitzenden gewählt (er bekleidete dieses Amt durchgehend bis 1976) und erhielt wie Willi Bieritz die goldene Ehrennadel.

1951: Willi Richel, von 1947 bis 1951 verdienstvoller Jugendwart, verließ den Verein wegen Umsiedlung. Seine Nachfolge trat Annemarie Nietsch als Kinderturnwartin an.

1952: Annemarie Nietsch und Klaus Schacht leiteten ein Erholungslager für unsere Vereinsjugend in Lenste (Ostsee). Frau Klüßendorf gründete eine Rollsportabteilung.

1953: Von unseren 22 Teilnehmern am Deutschen Turnfest in Hamburg vom 2. bis 9. September wurden Margot Klüßendorf, Hans Glashoff, Hans Wulff und Karl Ivers Turnsieger. Die Tura-Handballabteilung empfing die Französische Nationalmannschaft, die auf der Durchreise nach Dänemark in Meldorf Station machte.

1954: Tura richtete vom 22. bis 27. Juni das Gauturnfest in Meldorf mit einer eindrucksvollen Eröffnungsfeier aus mit vielen Spielmannszügen auf dem Marktplatz. 92 Teilnehmer nahmen an einer Jugenderholungsmaßnahme in der Jugendherberge Ratzeburg teil. Die Fußballabteilung erhielt nach Satzungsänderung eine eigene Kassenführung.

1955 hatte Tura 700 Mitglieder und führte am 17. April die Landes- Kunstturnmeisterschaften in der Reithalle durch. Von den 50 Teilnehmern Turas am Nordermarktturnfest in Flensburg vom 8. bis 10. Juli wurden 20 Kranzsieger.

1956 bestand der Vorstand aus Johann Hebbel (1. Vorsitzender), Walter Voigt (2. Vorsitzender), Karl Ivers (Kassenwart), Margot Klüßendorf (Jugendturnwartin) sowie Hans Glashoff und Bruno Mill. 57 Turaner nahmen am Jugendzeltlager in St. Peter-Süd teil. Tura schloss einen 25-jährigen Pachtvertrag mit der Stadt über das Sportgelände ab. Dadurch wurde der Ausbau der Anlagen mit Sportförderungsmitteln ermöglicht (Vorarbeiten von Johann Hebbel und Stadtbaumeister Hans Hinz).

1957 holte der Leiter der Schwimmabteilung Willi Fromheim das Norddeutsche Jugendwasserballturnier und die Landesschwimm- Meisterschaften nach Meldorf.

1958 bis 1968

1958 wurde der langjährige Kassenwart Karl Ivers mit der goldenen Vereinsnadel ausgezeichnet. Tura nahm mit 43 Sportlern am Deutschen Turnfest in München und mit 12 am Grenzlandturnfest in Tondern teil. Mit der Schenkung einer Umkleidebaracke von der Gemüsefabrik und eines Warmwasserboilers von Johann Hebbel erhielten die ballspielenden Mannschaften entscheidende Hilfe. Nach intensiven Arbeiten wurde der Übungsplatz (Platz II) fertiggestellt.

1959 gründeten Kuno Kiehl und Klaus Konagel eine Fechtabteilung, um ihre Söhne und deren Freunde trainieren zu können.

1960: Nach drei Jahren Vorbereitung und zwei Jahren Bauzeit konnten Stadion und Übungsplatz benutzt werden. Der Höhepunkt dieses Jahres war am 25. September die Einweihung der neuen Sportanlagen. Gefeiert wurde mit Hunderten von Sportlern und Turnern aus ganz Dithmarschen bei leichtathletischen Wettkämpfen und „Buntem Rasen“, einer Feierstunde in der „Erheiterung“, dem Festumzug und dem abendlichen Kommers. Der Vorsitzende des Sportförderungsausschusses Gustav Fischer aus Plön nahm die Platzweihe vor. Karl Bommes überreichte für den Landessportverband den Ehrenschild für 75-jährige Vereine. Der 1. Vorsitzende des Landesturnverbandes Hans Lucht verlieh dem seit 1946 amtierenden Tura- Vorsitzenden Johann Hebbel die Ehrennadel des Deutschen Turnerbundes. Im Rahmen dieser Feier wurden Heinrich Baumann und Willi Bieritz zu Ehrenmitgliedern ernannt und Bürgermeister Otto Nietsch, Hans Hinz und Jonny Busch erhielten goldene Ehrennadeln.

1961: Das Jahr brachte den Auftrieb für alle Sparten. Für den Trainingsbetrieb der Handball- und Fußballabteilung wurde die Reithalle gepachtet. Große Erfolge feierten die Schwimm- und die Turnabteilung (Maren Klüßendorf). Mit dem Ehrenmitglied Hermann Rommel starb der letzte Mitbegründer des Vereins.

1962: Am 15./16. September fand die Traditionsübernahme und 100-Jahrfeier des Greifenberger Männerturnvereins mit der Überreichung eines Greifenberger Tischwimpels statt. Anlass war die 700-Jahrfeier der Patenstadt Meldorfs. Es begann die Planung und Ausschreibung eines Sportheims, das zum Teil durch Spenden von Bausteinen durch die Meldorfer Bevölkerung finanziert werden sollte. Die langjährige Vereinsjugendwartin Margot Klüßendorf erhielt die goldene Ehrennadel.

1963 erreichten die Teilnehmer gute Erfolge beim Deutschen Turnfest in Essen. Die Kostenbeteiligung der Stadt und des Gymnasiums an der Sportplatzunterhaltung wurde vertraglich geregelt und der erste Bauabschnitt des Sportheims wurde fertiggestellt.

1964 plante und finanzierte die Stadt Meldorf eine Rollschuhbahn. Der zweite Bauabschnitt des Sportheims erfolgte mit Hilfe von Spenden und Eigenleistung. Tura stellte zwei Turnfestsieger beim Gauturnfest in Büsum. Walter Voigt, 2. Vorsitzender von 1954 bis 1958, erhielt die goldene Vereinsnadel.

1965 richtete Tura im März die Landeskunstturn-Meisterschaften aus und führte anlässlich der 700-Jahrfeier der Stadt Meldorf als Abschluss der Sportwoche (22. bis 29. August) das Kreissportfest Dithmarschen (Dithmarscher Sportolympiade mit über 1000 Teilnehmern, Turnern und Musikumzügen sowie einem Festumzug durch die Stadt) durch.

1966 wurde das Tura-Sportheim in Betrieb genommen und ein Heim- und Platzwart angestellt. Bei den Kunstturnmeisterschaften in Nordhorn wurde Maren Klüßendorf Deutsche Meisterin.

1967 veranstaltete Tura im Januar ein großes Schauturnen. Maren Klüßendorf erhielt für ihre Leistungen vom Vorsitzenden Johann Hebbel im Auftrag des Deutschen Turnerbundes das Turnerleistungs-Abzeichen in Gold. Hans Glashoff und Walter Meier bekamen wegen besonderer Verdienste die goldene Vereinsehrennadel. Ende des Jahres erlitt Tura einen unersetzlichen Verlust. Margot Klüßendorf, seit 1946 Vereinsjugendwartin und Leiterin des Mädchen- und Frauenturnens, kam durch einen Verkehrsunfall ums Leben. Mit ihrem Tod kam auch die Rollschuhabteilung zum Erliegen.

1968 bekam die Realschule eine Turnhalle. Für die gewünschte Zuschauertribüne übernahmen auf Initiative des Tura-Vorsitzenden Meldorfer Einwohner die Bürgschaft für die 30.000 DM Mehrkosten, weil die Stadt Finanzierungsschwierigkeiten hatte.

1969 bis heute

1969: Der Abteilungsleiter Fußball Dr. Herbert Waskönig und der 2. Vorsitzende Studiendirektor Karl Ködel (1960 bis 1968) erhielten goldene Vereinsnadeln.

1970: Karl Ivers, seit 1946 Kassenwart, legte aus gesundheitlichen Gründen sein Amt nieder. Man ernannte ihn zum Ehrenmitglied. Sein Nachfolger wurde Gerd Simonsen.

1971: Um den Fortbestand des Reitsports in Meldorf zu sichern, wurde nach der Auflösung des Reitvereins “Concodia“ dessen noch bestehende Voltigiergruppe vorerst als Tura-Reitabteilung „Concordia“ aufgenommen.

1972: Fritz Warnheim und Kurt Schukowski erhielten goldene Vereinsnadeln.

1973: Die eingerichtete Judoabteilung bekam großen Zulauf. Da der Verein jetzt über 800 Mitglieder hatte, bekam das Raumproblem (Sportplatz, Turnhallen) immer mehr Brisanz. Die steigenden Kosten für Platzunterhaltung, Sportheim und Übungsleiterentschädigungen wurden immer drückender.

1974: Auch ein Wechsel in der Sportheimbetreuung und die Entlassung des Platzwartes brachten keine spürbare Entlastung. Da Meldorf keine Großsporthalle mit den erforderlichen Feldabmessungen besaß, mussten die erfolgreichen Handballer alle Spiele auswärts austragen.

1975: Für Turas Sportbereich zeichnete sich eine Verbesserung ab, als für die Kreisberufsfachschule (KBS) eine Großsporthalle und beim Freibad eine Schwimmhalle gebaut wurden. Inzwischen hatte Tura 1000 Mitglieder. Karl Schulz erhielt die goldene Ehrennadel.

1976: Auf der JHV stellte Johann Hebbel nach 30 Jahren als Vereinsvorsitzender sein Amt zur Verfügung. Er wurde einstimmig zum Ehrenvorsitzenden gewählt. Neuer Vorsitzender wurde der bisherige Stellvertreter Hartmut Grundmann, 2. Vorsitzende Ute Michaelsen. Jonnny Busch erhielt die Ernennung zum Ehrenmitglied und Irma Martens die goldene Ehrennadel. Die Volleyballsparte wurde gegründet.

1977: Die Benutzung der leider nicht zuschauerfreundlichen KBS-Halle brachte einen Aufschwung für die ballspielenden Abteilungen. Eine Karateabteilung erblickte das Licht der Welt.

1978: Tura beteiligte sich mit Schauturnen, Judo-, Fußball- und Faustballturnieren an der Meldorf-Woche. Eine eigenständige Leichtathletikabteilung wurde ins Leben gerufen (Zimmermann). Fritz Warnheim erhielt die Ehrenmitgliedschaft. Ab April übernahm die Stadt die Unterhaltung der Sportplatzanlagen an der Promenade. Das war für den Verein eine spürbare finanzielle Erleichterung.

1979: Der Judoka Heiko Stuth wurde Norddeutscher Vizemeister. Die 1. Faustballmännermannschaft schaffte den Aufstieg in die Regionalliga. Die stark angewachsene Handballabteilung forderte nachdrücklich die Einrichtung einer Mehrzweckhalle mit Zuschauertribüne, um konkurrenzfähig zu bleiben. Die Unterhaltung des Sportheims wurde zu einer kaum noch tragbaren finanziellen Belastung. Zum neuen Vorstand gehörten der 1. Vorsitzende Hartmut Grundmann und sein Stellvertreter Günter Günter Bielenberg. Frau Hansen richtete die Schwimmsparte wieder ein (späterer Spartenleiter Herr Coenen und Herr Schaaf). Tura führte wieder ein „Vereinsfest“ durch, das jeweils eine Sparte organisierte.

1980: Der 2. Vorsitzende erarbeitete die vom Landes- (LSV) und Kreissportverbandes (KSV) verlangte Satzung für die Jugendordnung des Vereins, die im März von der Jugendvollversammlung (JVV) angenommen und auf der JHV bestätigt wurde. Die JVV wählte einen Vereinsjugendwart als Mitglied des Vorstands. Eine Badmintonsparte unter Herrn Petersmann wurde gegründet. Die Karateabteilung musste leider wegen der beruflichen Veränderung ihres Leiters aufgelöst werden.

1981: Es erfolgte eine Anpassung der Mitgliedsbeiträge an die vergleichbaren Kreisvereine. Der Vorstand sprach mit dem Finanz-, Jugend- und Sportausschuss Beitragsangelegenheiten, Bildung eines Förderkreises, Verbindlichkeiten des Vereins und Sanierung des Sportheims durch. Als Sparmaßnahme hob man die Beitragsfreiheit für Vorstandsmitglieder, Sparten- und Übungsleiter sowie Schiedsrichter auf.

1982: Ein Satzungsausschuss erarbeitete unter Einbeziehung des Rechtsanwalts Niemand einen neuen, der Zeit angepassten Satzungsentwurf, der von der JHV angenommen wurde. Der Vorstand beschloss die Einrichtung einer Geschäftsstelle am Nordermarkt 10 (zusammen mit der Volkshochschule (VHS), dem Wirtschafts- und Verkehrsverein (WVV) sowie dem Fremdenverkehrsverein). Satzungsgemäß gehört die Geschäftsführerin als Schriftführerin zum Vorstand. Erregt diskutierte man die vom Kreis geforderten erhöhten Hallenbenutzungskosten, die einen geregelten Trainingsbetrieb gefährdeten. Die ausscheidenden Vorstandsmitglieder Hartmut Grundmann, Gerd Simonsen und die Beisitzer Paul Christiansen und Carl Carstensen erhielten außer dem Dank des Vereins Präsente überreicht. Gerd Simonsen erhielt die goldene Ehrennadel. Sein Nachfolger wurde Klaus Jebsen. Da keiner das Amt des 1. Vorsitzenden antreten wollte, übernahm der 2. Vorsitzende Günter Günter Bielenberg die kommissarische Leitung des Vereins. Er eröffnete am 3. Mai in Anwesenheit von Vertretern der Stadt, der Wirtschaft, der Bildungseinrichtungen und der Spartenleiter die Geschäftsstelle und stellte Johanna Motzkuhn als erste Geschäftsführerin ein. Im Mai fand eine Sitzung des erweiterten Vorstands mit Vertretern des Finanz-, Jugend- und Sportausschusses und den Fraktionsvorsitzenden statt, bei der über die Folgen der 40%igen Erhöhung der Benutzerentgelte für kreiseigene Sportanlagen debattiert wurde. Zusammen mit dem ersten Volkswandertag im August startete Tura eine große Werbeaktion unter dem Motto „Turaner werben für Tura“ und brachte ein Tura-Sweatshirt heraus. Bei der feierlichen Übergabe der neuen Sportanlagen am Yardsweg betonte der kommissarische Vorsitzende die Bedeutung dieser Anlagen für die Sporttreibenden in Meldorf. In der außerordentlichen Mitgliederversammlung im September wurde Günter Bielenberg einstimmig zum 1. Vorsitzenden gewählt. 2. Vorsitzender wurde Ulrich Zinke. Elke Merkel löste Johanna Motzkuhn als Geschäftsführerin ab.

1983: Um die Vorraussetzung für die Übernahme des Sportheims durch die Stadt zu schaffen, löste man den Vertrag mit Frau Timm. Ein Festausschuss für die 100-Jahr-Feier wurde eingerichtet. Im Juni gab sich der Vorstand eine Geschäftsordnung. Nach Anhörung der Vereinsvertreter wurde die Benutzungsordnung für die Sportanlagen der Stadt Meldorf erlassen.

1984: Im März wurde die JVV, die Jugendwart und Jugendvertretung wählt, erstmalig mit einem Faschingsfest für die Jugend in der Realschule verbunden. Die JHV wies mit 118 Teilnehmern einen Rekordbesuch auf und stand ganz im Zeichen der bevorstehenden 100-Jahr-Feier. Der langjährige 2. Vorsitzende Karl Ködel wurde zum Ehrenmitglied ernannt. Der LSV ehrte die Turner und Begründer der Fechtabteilung Kuno Kiehl und Klaus Konagel. Für hervorragende sportliche Leistungen bzw. besonderen Einsatz wurde je Sparte ein Sportler bzw. eine Mannschaft mit dem „Bürgermeister Nietsch- Pokal“ ausgezeichnet, einem Wanderpokal, den Annemarie Nietsch gespendet hatte. Erneut wurde der Wunsch nach einer sport- und zuschauergerechten Großsporthalle erhoben. Im November führte Tura in der Realschule eine Veranstaltung unter dem Motto „Tura aktuell“ durch, welche die Sparten zur Selbstdarstellung nutzten. Wegen eines tragischen Unglücksfalles musste diese Vorführung jedoch vorzeitig abgebrochen werden. Im Dezember fand erstmalig eine Weihnachtsfeier der Übungs- und Spartenleiter sowie der Vorstandsmitglieder statt, bei der Günter Bielenberg zu mehr Kooperation und Integration in dem fast 1400 Mitglieder zählenden Verein aufrief.

1985: Das siebte Oldies-Handballturnier in der KBS-Halle und eine sehr gut besuchte Jubiläums-JHV leitete die Feiern zum 100-jährigen Bestehen des Vereins ein. Es folgten ein Spielfest der Kinder, der „Sepp Herberger-Tag“ der Fußballer, ein großer Sportlerball, das Kreiskinderturnfest, das große Tura-Spielfest mit dem LSV, ein Volkswandertag mit 200 Teilnehmern, eine Sportdemonstration auf dem Bürgermeister-Nietsch-Sportplatz, bei der Staatssekretär Max Stich Günter Bielenberg den „Ehrenschild des Sports“ der Landesregierung überreichte, ein Jubiläumsempfang, das erste 24 Stunden-Schwimmen im Meldorfer Hallenbad mit Modenschau, Musikbeiträgen und einer Diskussionsrunde mit Kommunalpolitikern im Rahmenprogramm. Ende September verlieh Kultusminister Dr. Bendixen Günter Bielenberg im „Haus des Sports“ in Kiel die Sportplakette des Bundespräsidenten.

1986: Mitte Januar fand der erste Neujahrsempfang von Tura statt. Günter Bielenberg skizzierte nach dem Rückblick Vorhaben und Zielsetzungen der künftigen Vereinsarbeit. Auf der JHV forderte der Vorsitzende nachdrücklich die Aufnahme der geplanten Großturnhalle in das Schulbauprogramm. Der Verein hatte inzwischen 1529 Mitglieder. Im April wurde H. P. Iversen, der 15 Jahre der inzwischen Tura angegliederten Versehrtensportgemeinschaft (VSG) vorstand, verabschiedet und zum Ehrenvorsitzenden gewählt. Ihm folgte Peter Hinrichs im Amt. Aus Zeitgründen legte Günter Bielenberg nach 19 Jahren sein Trainer- und Betreueramt der Damenhandballmannschaft nieder. In umfangreichen Aufstellungen unterstützte Tura das geplante Bauvorhaben (Großturnhalle) an der Promenade. Der Vorstand stellte Untersuchungen zur Mitgliederfluktuation an und setzte auf mehr Attraktivität für ältere Jahrgänge. Ein erfolgreicher Sportleraustausch fand zwischen Leichtathleten Turas und einer Provinz in Finnland statt. Reimer Suhr übernahm von Herrn Schoof die Leitung der Schwimmabteilung und Karsten Schrum die Stellvertretung des inzwischen 78-jährigen Spartenleiters Fechten Klaus Konagel. Der von Karsten Schulte organisierte fünfte Volkswandertag war mit 222 Teilnehmern wieder ein guter Erfolg. Tura vereinbarte mit den Schulleitern am Ort die gemeinsame Nutzung der Kleingeräte in den Hallen. Mit der Stadt wurde ein Schlüsselvertrag geschlossen, der die Hallennutzung erleichtern sollte. Frau Treinat löste Elke Merkel als Geschäftsführerin ab.

1987: Beim Neujahrsempfang steckte Günter Bielenberg die Erwartungen und Zielsetzungen ab. Die Beteiligung am Kinderfasching war erfreulicherweise hoch. Frau Bestvater löste Frau Treinat als Geschäftsführerin ab, schied aber bereits nach fünf Monaten wieder aus. Auf der JHV ernannte man Kuno Kiehl und Klaus Konagel zu Ehrenmitgliedern. Über die Öffnung der Sportanlagen für die Öffentlichkeit kam es zwischen dem Vorstand und dem Magistrat zu einer Kontroverse. Im Juli fand eine internationale Jugendbegegnung der Handballer in Ungarn statt. Es war der Beginn einer andauernden Partnerschaft mit Budapest. Die Benutzungsgebühren für die städtischen Sportanlagen erfuhren eine drastische Erhöhung. Erhard Krause übernahm die Leitung der Schwimmabteilung. Die Ausgestaltung der zu bauenden Großsporthalle wurde von Vertretern der Stadt, der Schulen und des Vereins erörtert. Zugunsten der Aktion „Kinder helfen krebskranken Kindern“ führte Tura eine Kinder-Stadt-Rallye und einen großen Laternenumzug durch. Am 26. Oktober verstarb Ehrenmitglied Hans Martens. Auf Einladung der Stadt fand ein Abstimmungsgespräch zwischen dem Sportverein, der VHS und der Familienbildungsstätte über Angebote und Aktivitäten statt.

1988: Mitte Januar wurde Günter Günter Bielenberg Beisitzer im Beirat der VHS und deren Leiter beratendes Mitglied im erweiterten Tura-Vorstand. Die Aufwandsentschädigung für lizenzierte Übungsleiter wurde heraufgesetzt. Auf der JHV erhielt Leichtathlet Jan Bonneval (Kugel, Speer) die Bestennadel des Deutschen Leichtathletikverbands (DLV) in Gold. Auf der JHV der VSG überreichte Günter Bielenberg Peter Hinrichs den Ehrenwimpel. Bei der Sportlerehrung der Stadt wurden die Faustballmannschaft (MAK 50) für ihr hervorragendes Abschneiden beim Deutschen Turnfest und Jan Bonneval ausgezeichnet. Als Vorbereitung zum Bau der Großturnhalle besichtigten Tura-, Stadt- und Schulverbandsvertreter Sporthallen in Eutin, Malente und Segeberg. Im April erfolgte der Gegenbesuch von Sportlern aus Budapest, die in Vergleichsspielen gegen Turas B-Jugend und die Gelehrtenschulmannschaft siegreich blieben. Tura schloss mit der Stadt einen Mietvertrag zur Nutzung des Hallenbades für die Schwimmveranstaltung „Waterfantastics“. Nach der Durchführung des siebten Volkswandertags übergab Karsten Schulte die Organisation an Jürgen Wolf. In der Erheiterung feierte die VSG ihr 20-jähriges Jubiläum. Auf Frau Thomsen, die Frau Bestvater als Geschäftsführerin ersetzt hatte, folgte Frau Stötzer. Der ständige Wechsel erschwerte die Vorstandsarbeit erheblich. Trotz starker Rationalisierung und sparsamer Bewirtschaftung blieb Turas Eigenanteil erneut bei über 12.000 DM (Deutsche Mark).

1989: Der Neujahrsempfang stand unter dem Zeichen des geplanten Baubeginns der Großturnhalle und der internationalen Kontakte mit Ungarn und Schweden (Handball), Österreich (Skifahrt) und den Städten Rostock, Schwerin und Altentreptow. Tura beteiligte sich an der Bildung einer Arbeitsgemeinschaft der Meldorfer Bildungseinrichtungen zur Förderung der Integration Behinderter. Auf der JHV wies Günter Bielenberg auf die Diskrepanz zwischen ständig wachsenden Hallenzeiten wegen steigender Mitgliederzahlen und den expandierenden Benutzungskosten. Sie machten es immer schwieriger, einen ausgeglichenen Haushalt vorzulegen. Jürgen Wolf löste Ulrich Zinke, der die Spartenleitung Fußball übernahm, als 2. Vorsitzender ab. Im April erfolgte der Gegenbesuch der Ungarn zum Bärenturnier und der Tura-Fackellauf zum Bakenbrennen in Nindorf. Die Turnabteilung richtete den Sportlerball im Hotel „Zur Linde“ aus. Turas Sport- und Spielfest fand auf dem Sportplatz am Otto-Nietsch-Weg statt. Nach Anträgen des Vorstands gewährte der Magistrat die Benutzungskosten für die Außensportanlagen ab 1990 als Zuschuss und sagte eine Neuregelung für die Hallenbenutzungskosten nach der Fertigstellung der Großturnhalle zu. Frau Krompholz löste Frau Stötzer als Geschäftsführerin ab.

1990: Beim traditionellen Oldies-Turnier belegte Tura einen beachtlichen 2. Platz. Der Neujahrsempfang wurde erstmalig mit einer Fortbildungsmaßnahme verbunden. Am 15. Januar verstarb Gerd Simonsen. Am 31. Januar wurde das Richtfest der neuen Großturnhalle gefeiert. Vorstandsmitglieder aus Rostock und Altentreptow nahmen nach der Wende an der „Grün-Weißen-Nacht“ teil. Auf der JHV legte der wiedergewählte Vorsitzende die prekäre finanzielle Situation des Vereins dar, lehnte aber weiter eine Beitragserhöhung ab. Tura müsse ein Sportverein für Jedermann bleiben, so Günter Bielenberg. Im März richtete Tura die Schüler- und Kreis-Leichtathletikmeisterschaften aus. Zur Meldorfwoche besuchten Ungarn aus Budapest den Verein. Eine Rollstuhlfahrergruppe unter der Leitung von Otto Politz wurde eingerichtet und eine Herzsportgruppe unter Ulrike Beckmann. Das Riesenkleinfeldhandballturnier „Rund um den Meldorfer Dom“ lockte viele Besucher an. Am 29. Oktober erfolgte die Einweihung der Großturnhalle. Der Beirat der VHS löste sich auf. Damit verlor Tura jede direkte Einwirkungsmöglichkeit auf das VHS- Angebot. Für die Partnerschaft Schule und Verein und für den Erfolg bei „Jugend trainiert für Olympia“ erhielt Tura eine Auszeichnung vom Kultusministerium. Frau Ehlers löste Frau Krompholz als Geschäftsführerin ab.

1991: Am 3. Januar verstarb das langjährige Vorstandmitglied Ernst Hermann Wohlert. In der neuen Großturnhalle fand eine Veranstaltung aller Sportarten unter dem Motto „Tura stellt sich vor“ mit anschließendem Neujahrsempfang statt. Hunderte von Aktiven boten den Zuschauern auf den überfüllten Tribünen ein sportliches Feuerwerk. Eine Baseball-Sparte wurde eröffnet und das Angebot um die Seniorengymnastik unter Erika Jech und die Gymnastik unter Frau Utermark-Koch erweitert. Tura richtete den Bezirkshandballtag Anfang des Jahres und die Bezirksjugendmeisterschaften der B- Jugend Ende des Jahres aus. Die Stadt habe alle Hallenbenutzungskosten für dieses Jahr übernommen, die Mitgliederzahl lag bei fast 1800 und die Angebotspalette hatte sich wesentlich erweitert, berichtete Günter Bielenberg auf der JHV. Neben dem Breitensport hatte es Spitzenleistungen im Handball, in der Leichtathletik und im Faustball gegeben. Heinz Böckmann, der sich in vielen Funktionen verdient gemacht hatte, starb am 14. April. Im Rahmen der Meldorfwoche fand ein gemeinsamer Sportlerball der Meldorfer Vereine großen Anklang. Die neu gegründete Basketballsparte erhielt regen Zulauf.

1992: Eine Umfrage unter den Jugendlichen in Meldorf bescheinigte dem Verein ein gutes Sport- und Freizeitangebot. Beim Neujahrsempfang hielt Sportarzt Dr. Detlef Glomm einen Vortrag über Sport und Gesundheit. Im März veranstaltete Tura den Kreisturntag. Auf der JHV wird Paul Christiansen, der sich als Beisitzer und Handballobmann verdient gemacht hatte, zum Ehrenmitglied ernannt. Günter Bielenberg und Klaus Jebsen werden einstimmig wiedergewählt und für zehnjährigen Einsatz für den Verein ausgezeichnet. Am 4. April verstarb der Ehrenvorsitzende Johann Hebbel. Tura wandte sich mit seinem Angebot „Rollstuhlsport für Kinder und Jugendliche“ an die Schulen im Kreis. Im August kam Besuch aus Budapest und 35 Turner/innen fuhren zum Gegenbesuch nach Ungarn. Klaus Konagel verstarb am 28. September. Bei der Sportlerehrung durch die Stadt wurde die Männerhandballmannschaft für den Aufstieg in die Oberliga ausgezeichnet sowie die Langläufer Cornelia Brückner und Oskar Schwantes. Beim ersten Meldorfer City-Gehen mit internationaler Beteiligung erhielten die Tura-Geherinnen gute Placierungen. Mit den letzten Punktspielen stellte sich die Basketballsparte der Öffentlichkeit vor. In diesem Jahr musste Tura 3% der anfallenden Hallenbenutzungskosten selbst aufbringen und im nächsten Jahr sollen es bereits 6% sein.

1993: Beim Neujahrsempfang befassten sich die Anwesenden nach einem Referat über „Sport und Aggression“ mit dieser Problematik. Die Geher Birte Launert, Annkathrin Holländer und Nils Petersen errangen jeweils die Landesmeisterschaft. Wegen der nicht ausreichenden Anzahl der zu stellenden Schiedsrichter musste Tura seine männliche Jugend A zurückziehen und zwei Männermannschaften wurden vom Kreishandballverband (KHV) ausgeschlossen. Die Aufwandsentschädigung für Übungsleiter wurde angehoben. Auf der JHV skizzierte Günter Bielenberg den Sportverein im Spannungsfeld zwischen Solidargemeinschaft und Dienstleistungsbetrieb. Die erste Beitragserhöhung seit 15 Jahren wurde beschlossen. Annähernd 2000 Mitglieder zählte der Verein jetzt. Nach dem großen Sportlerball richtete Tura die Landesmeisterschaften der Rollstuhlfahrer im Basketball, den Bundeslehrgang im Rollstuhltanz und das Kreiskinderturnfest mit über 300 Teilnehmern aus. Tura erhielt den Förderpreis des Schleswig- Holsteinischen Leichtathletikverbandes für die Zusammenarbeit zwischen Schule und Verein. Am „Runden Tisch des Sports“ trafen sich der KSV mit den Vorsitzenden der größeren Dithmarscher Vereine und Landrat Tiessen. Die „Männer der ersten Stunde“ der VSG erhielten auf ihrer 25-Jahrfeier die silbernen Ehrennadeln.

1994: Auf der JHV rechnete Günter Bielenberg den Anwesenden vor, welche immense Eigenleistung in der unschätzbaren Arbeit der Ehrenamtlichen steckt und betonte das enorme soziale Engagement. Die neu erarbeitete Ehrensatzung wurde beschlossen. Günter Bielenberg hob die sportlichen Spitzenleistungen der Seniorenschwimmer bei Landes-, Deutschen und Europameisterschaften von W. Schmidt und M. Braun sowie die Erfolge der Geherinnen und der Aufstieg der Rollstuhlbasketballer hervor. Tura nahm mit etwa 30 Aktiven am Deutschen Turnfest in Hamburg teil. Das Sommerfest des Kreispräsidenten diente der Würdigung des Ehrenamtes. Der 12. Volkswandertag zeigte eine befriedigende Teilnahme. Der Ball des Sports fand in Meldorf statt. Unter der Schirmherrschaft der Bürgervorsteherin fand die Gemeinschaftsveranstaltung von Tura der Musikschule und dem Jugendzentrum „Keine Macht den Drogen“ in der Großturnhalle statt. Die Resonanz dieser wichtigen Initiative in der Öffentlichkeit war bedauerlicherweise sehr gering. Bei der Ehrung verdienter Sportler durch die Stadt wurden die Schwimmer A. Peregudow, W. Schmidt und M. Braun ausgezeichnet.

1995: Beim Neujahrsempfang hielt Herr Rathje einen Vortrag über Sporternährung. Tura feierte das zehnjährige Bestehen seiner Trimmtanzgruppe. Die Turnabteilung beteiligte sich am Projekt „Pluspunkt Gesundheit: DTB“. Auf der JHV betonte Günter Bielenberg die gesundheitspolitischen, kulturellen und sportlichen Leistungen Turas. Es wurde eine Sportgruppe für Gesundheit und Rehabilitation (SGR) eingerichtet. Hier trafen sich die meisten Mitglieder der aufgelösten VSG wieder. Wolfgang Schmidt (erfolgreicher Schwimmer auf Landes-, Bundes- und europäischer Ebene), Ulrike Beckmann (Begründerin und Leiterin der Herzsportgruppe) ehrte die Versammlung als Sportler des Jahres. Calli Carstensen, Beisitzer und „Mädchen für alles“ erhielt die Ernennung zum Ehrenmitglied. Günter Günter Bielenberg wurde mit der goldenen Ehrennadel ausgezeichnet. Wegen erheblicher Mängel an der KBS-Halle verhandelte der Vorstand mit der Kreisberufschule und dem Kreis. Wolfgang Beer vom Kreissportverband, Landrat Tiessen, Vertreter der Großvereine und der VHS sprachen sich über das Verhältnis (Konkurrenz – Zusammenarbeit) Sport und Volkshochschulen aus. Tura beteiligte sich am Pilotprojekt von LSV und Techniker Krankenkasse (TK) „Gesund und bewegt“ und führte wieder Kurse „Schwimmen für Anfänger“ durch. Die Fußballabteilung erhielt einen Kleinbus, durch Werbung finanziert. 45 Sportler beteiligten sich an der Fahrt nach Budapest mit Zwischenstopp in Prag. Bei der Sportlerehrung der Stadt vertraten die erfolgreichen Schwimmer und Leichtathleten sowie Michael Päschel, der Vizeweltmeister im Kickboxen, den Verein.

1996: Mit dem „Oldies“ Jubiläumsturnier der Handballer begann das Jubiläumsjahr. Dann folgte der schon traditionelle Neujahrsempfang. Auf der Spartenversammlung der Fußballabteilung am 11.03. in der „Stadt Hamburg“ erhielt Werner Martin (Kassenwart) den Otto-Nietsch-Pokal. „Werner ist zuständig für die Kasse, den Lottoabend, die Werbung, für Sportbekleidung und fehlt bei keinem Spiel.“ Grußworte von Vertretern des Landes- sowie des Kreissportverbandes, der Stadt, verschiedener Fachverbände und Sportvereine leiteten in der „Erheiterung“ die 111 JHV (120 Anwesende), die 50. nach der Neugründung 1946, ein. Günter Bielenberg erhielt die Ehrennadel des Landessportverbandes Schleswig-Holstein. Ehrennadeln des Kreissportverbandes Dithmarschen bekamen Elke Martens, Rosemarie Schwantes, Uwe Tegeder, und Uwe Krompholz, die goldene Ehrennadel Turas erhielt Klaus Jebsen und Ute Michaelsen. Zu Funktionären bzw. Sportlern des Jahres ernannt wurden Rudi Seebrandt und Michael Päschel. Die Leistungsnadel erhielt Birte Launert. Frank Beckmann überreichte Bielenberg das erste von 2300 Jubiläumsheften. Im April fanden die Landesmeisterschaften „Gehen“ der Leichtathleten am Hafen, das Spiel- und Sportfest für Alle und die JHV der SGR Meldorf statt und im Mai Fuß- und Handballturniere sowie die Landesmeisterschaft im Rollstuhlbasketball. Nach dem ersten „Runden Tisch des Sports“ mit Kommunal- und Kreispolitikern fand der zweite „Runde Tisch des Sports“ im Juni mit Vereinsvorsitzenden der größeren Vereine des Kreises und Mitglieder des Kreissportverbandes teil. Im September begann mit der Teilnahme am Volkswandertag das neue Angebot „Familien in Form“. Es folgten der Kleinkinderschwimmwettkampf im Hallenbad, ein offenes Training der Herzsportgruppe, die Vereinsmeisterschaften im Turnen und das Meldorfer City-Gehen. Die Freunde aus Ungarn waren zu Besuch in Meldorf und ungarische Schüler besuchten die Gelehrtenschule. Außerdem übernahm der Verein das Sportheim von der Stadt. Den Restaurationsbetrieb übernahm Ehepaar Heuck. Bei der Jubiläumsveranstaltung „Tura aktuell“ stellten sich die Sparten vor. Bei der erweiterten Vorstandsitzung im November in der „Linde“ blickte Günter Bielenberg auf ein erfolgreich verlaufenes Jubiläumsjahr zurück. Inzwischen hat der Verein 2202 Mitglieder, 1776 im Hauptverein, 426 in der Fußballabteilung. 184 Zugängen standen 88 Abgänge gegenüber.

1997: Eine Veranstaltung unter dem Motto „Tura im Jahr 2000“ ersetzte den diesjährigen Neujahrsempfang. Bei der Veranstaltung Tura 2000 unter dem Motto Tura 2000 – Freizeitmanagement der Zukunft? „Ist unser Sportverein ein Auslaufmodell?“ diskutierten in der „Linde“ Vorsitzende verschiedener Vereine und Verbände mit Kommunalpolitikern und Übungsleitern kontrovers über den Wandel der Sportlandschaft. Die Attraktion beim Spiel- und Sportfest für Alle waren die Heißluftballonfahrten. Bei der erweiterten Vorstandsitzung am 5.08. im Sportheim erhielt Jürgen Susa die silberne Ehrennadel des Vereins für seine langjährige Tätigkeit als Übungsleiter und seine Mitwirkung an der Erstellung der EDV-Anlage in der Geschäftsstelle. Der geplante Volkswandertag durch Marsch und Geest fiel wegen schlechter Witterung und mangelnder Teilnahme aus. Die erweiterte Vorstandsitzung am 16.09. in der Technikerschule diente u. a. der Aussprache mit Hausmeister der neuen Großsporthalle Burkhard Lewke. 13 Übungsleiter und Vorstandsmitglieder nahmen an der Seminarveranstaltung Tura 2000 – Freizeitmanagement der Zukunft? „Ist unser Sportverein ein Auslaufmodell?“ am 14./15.11. in Tannenfelde teil.

1998: In Zusammenarbeit mit Dirk Elsen und Marion Manarin bietet Tura Kurse über Rückenschule für Kinder und Erwachsene, sowie Funktionsgymnastik an und Tina Wieben Steppaerobic. Auf der JHV in der Erheiterung (90 Anwesende) erhielt Uwe Tegeder (Handball) die goldene, Uwe Krompholz (Fußball) die silberne Ehrennadel. Die Leistungsnadel bekam die Leichtathletin Bettina Lucht. Als Funktionär bzw. Sportler des Jahres zeichnete Günter Bielenberg Torsten Weber (Karate) und Ulrich Konik (Handball) aus. Für die nicht mehr reparable alte Fahne war eine neue angeschafft worden. Der Vorsitzende des Kreissportverbandes Wolfgang Beer nahm die Fahnenweihe vor. Elke Launert stellte die geplante Vereinszeitung vor. Bei der JHV der Fußballabteilung in der „Stadt Hamburg“ übernahm Frank Heuck die Leitung von Uwe Krompholz, der aus beruflichen Gründen sein Amt zur Verfügung stellte. Im Mai feierten die Fußballer den Aufstieg der Ligamannschaft in die Bezirksliga. Auf der erweiterten Vorstandsitzung im Sportheim übergab Jürgen Wolf die Spartenleitung (Badminton) an Susanne Kühl und Wolfgang Schmidt (Schwimmen) an Silke Ulka. Der Volkswandertag fiel in diesem Jahr aus, da sich kein Organisator fand. Auf der Vorstandsitzung im Sportheim im November wurde beschlossen, 3000 Exemplare der 32-seitigen „Vereinsnachrichten“ bei Evers drucken zu lassen. Ein Teil soll durch Werbung finanziert werden. Es wurde das Softwareprogramm Pagemaker für die Zeitungserstellung und ein leistungsstärkerer PC für die Geschäftstelle angeschafft. Auf der erweiterten Vorstandsitzung in der „Linde“ im Dezember nahm der Vorsitzende des Kreissportverbandes Wolfgang Beer die Ehrung von Rosemarie Schwantes durch den LSV vor. Bisher kam ein Kontakt mit dem Jugend-, Sport- und Sozialausschuss nicht zustande, wohl aber mit der WMF und der SPD. Günter Bielenberg bedankte sich bei Werner Martin für die Bauaufsicht bei der Renovierung des Sportheims.

1999: Am 4.02. feierten Turaner mit Vertretern der Stadt und der Parteien die Einweihung des Sportheims. Anschließend fand eine erweiterte Vorstandsitzung statt, an der erstmalig die Jugendvertreter (der Sparten Leichtathletik und Fußball) Birte Launert, Frank Suhr und Lasse Jansen teilnahmen.
Auf der JHV in der Erheiterung (95 Anwesende) wies Günter Bielenberg darauf hin, dass Sport Spaß machen und die Gesundheit und soziale Gemeinschaft fördern soll. Die Vereinszeitung wurde heute erstmalig ausgetragen. Elke Launert (Leichtathletik), Werner Martin (Fußball), Erika Jech (Gymnastik), Sylvia Schmidt (Handball) und die vierköpfige Familie Meinert (25-jährige Mitgliedschaft) erhielten die silbernen Ehrennadeln. Die Leistungsnadel bekam die Leichtathletin Bettina Lucht. Als Funktionär bzw. Sportler des Jahres zeichnete Günter Bielenberg Anna Marlene Teich (Leichtathletik), Tim Ellmann (Fußball) und Oskar Schwantes aus. Otto Politz stellte das Buch „Gala 98“ vor und überreichte es dem Vorsitzenden. Beim Handball nahmen 16 Mannschaften am Punktspielbetrieb teil. Übungsleiter Michael Braun (Schwimmen) gab einen sehr zufriedenstellenden Rückblick. Zwei Jugendliche erreichten die Kreismeisterschaft. Die Leichtathletikabteilung wies drei Übungsgruppen auf, die alle an Wettkämpfen teilnahmen. Im Seniorenmehrkampfabzeichen auf Landesebene nahm Tura den 1. Platz von 25 beteiligten Vereinen ein. Die 1985 erstmalig organisierte Ski- und Snowboardfreizeit von Tura Meldorf und TSV Brunsbüttel erfreut sich wachsender Beliebtheit und war auch dieses Jahr wieder ausgebucht. Der Einladung zur Jugendversammlung im Sportheim waren bedauerlicherweise nur zwei Jugendliche gefolgt. Auf einer Vorstandsitzung im Sportheim wurde der neue Trainingsanzug vorgestellt. Er soll in Zukunft als Tura-Anzug gelten. Im Mai veranstaltete Tura eine Theateraufführung des plattdeutschen Theaters Rostock: „Mien Mann, de fohrt to See“. Elke Launert schied als Beisitzerin aus.

2000: Auf der JHV in der Erheiterung (75 Anwesende) ehrten die Anwesenden die verstorbenen Ehrenmitglieder Karl Ködel und Fritz Warnheim sowie den ehemaligen Spartenleiter Leichtathletik Rolf Wollatz mit einer Schweigeminute. Die Leistungsnadeln bekamen Bettina Lucht und Matthias Wecke (beide Leichtathletik) sowie Michael Braun (Schwimmen). Als Funktionär bzw. Sportler des Jahres zeichnete Günter Bielenberg Ursel Peterson, Benthe Beckmann und Vanessa Burrmann aus. Hermann Jäger ernannte er zum Ehrenmitglied. Dem Antrag auf Beitragserhöhung um knapp 30% stimmten die Mitglieder zu. Die Fußballabteilung richtete auf gelungene Weise den DFB-Familiensporttag 2000 für Schleswig-Holstein aus. An der Sportgala anlässlich der 100-Jahrfeier der Grundschule am 15.07. beteiligten sich viele Schüler, die Mitglieder bei Tura sind, was der Schulleiter Wolfgang Beer dankbar hervorhob. Bei der Turngala des Kreisturnverbandes Dithmarschen in Zusammenarbeit mit Tura in der Großsporthalle begeisterten die Einlagen Stepp-Aerobic, Rhönrad-Show, Jazz-Dance, Trampolin, Geräteturnen, Kindertanz und Rhythmische Sportgymnastik die Zuschauer. Bei den Schwimm-Kreismeisterschaften im Hemmingstedter Freibad holte Sven Jacobsen den Meistertitel des Jahrgangs 85. Im September wurde „Walking“ als zusätzliches Angebot aufgenommen. Die Coronarsport- und auch die Rollstuhlfahrergruppe feierten in diesem Jahr ihr zehnjähriges Bestehen. Die neue Jugendrollstuhlfahrergruppe ist mit zehn Kindern gut angenommen worden. In der Turnabteilung wurde eine Hipp-Hopp-Tanzgruppe unter der Leitung von Anita Liedtke aufgebaut. Karate und Basketball musste wegen fehlender qualifizierter Übungsleiter aus dem Programm genommen werden. Im Oktober übernahm Marion Schönefuß nach der Übergabe durch Familie Heuck das Sportheim. Der Verein hatte jetzt ca. 2400 Mitglieder, 1708 im Hauptverein, ca. 490 in der Fußballabteilung und 71 bei der Reha-Sportgruppe. Etwa 100 verteilen sich noch auf den Coronarsport und die Rollstuhlabteilung. Die Erwachsenengruppe der Badmintonsparte löste sich auf und die Jugendlichen nahmen an keinen Punktspielen mehr teil.

2001: Mitte Januar trat Sylvia Schmidt als Jugendwart zurück. Auf der JHV in der Erheiterung (104 Anwesende) wurde stellvertretend für die im vergangenen Jahr Verstorbenen an Arnold Moczkuhn (Fußball) gedacht. Verdienstnadeln des Kreissportverbandes erhielten Ursel und Uwe Peterson (Leichtathletik), Dora und Udo Thießen (Tanzen) und Karsten Schrum (Fechten), Uwe Tegeder erhielt die silberne Ehrennadel. Verdienstnadeln des Vereins erhielten Inge Ehlers (Geschäftsführerin), Lars Bartel, Axel Klein, Heinz Hell und Norbert Rau (alle Handball), Otto Politz (Rollstuhlsport), Rudi Seebrandt (Fußball), Maren Nissen (Gymnastik) und Dr. Detlef Glomm (Reha-Sportgruppe). Oskar Schwantes bekam die Ehrennadel. Als Sportler des Jahres zeichnete Günter Bielenberg Bettina Lucht (Leichtathletik), Michael Jasper (Fechten) und Sylvia Schmidt (Handball) aus. Neu gewählt wurde zum Jugendwart Uta Bielfeldt und zum Jugendsprecher Anne Beckmann. Auf der JHV der Reha-Sportgruppe in der „Jägersburg“ in Elpersbüttelerdonn wählten die 50 Anwesenden Ralf Siemssen zum stellvertretenden Spartenleiter. (Eine Woche nach den Wahlen auf der JHV am 22.03.2000 hatte Axel Tippe Albert Damman als Spartenleiter abgelöst). Sportwart ist Uwe Gerresheim. Auf der Vorstandsitzung im Mai im Sportheim begrüßte Günter Bielenberg Ute Staack als neue Geschäftsführerin. Ihre Vorgängerin Inge Ehlers schied nach zehnjähriger Tätigkeit aus und erhielt die silberne Ehrennadel. Ute Michaelsen übernahm die Turngruppe von Erika Jech, und gab ihre Montags-Turngruppe an Antje Claussen weiter. Die Hipp-Hopp-Tanzgruppe löste sich auf. Im Juli gab Svenja Thiessen ihre letzte ihre letzte Übungsstunde in Stepp-Aerobic. Im September veranstaltete Tura eine weitere Theateraufführung des plattdeutschen Theaters Rostock: „Min Frau hett’n Brüjam“. Marion Schönefuß kündigte ihren Pachtvertrag zu Mitte Oktober Danach soll das Sportheim renoviert werden. Im November baute die geborene Brasilianerin Heloise Spennato die „Mädchen-Samba-Tanz“- Gruppe auf, die großen Zulauf erhielt. Der Vorstand konnte aufatmen. Nach langer Suche konnte im Dezember das Ehepaar Inge und Willi Carstens aus Wöhrden als neuer Pächter des Sportheims begrüßt werden. Ute Michaelsen wurde von der Stadt für ihren über dreißigjährigen unermüdlichen ehrenamtlichen Einsatz bei Tura, vom Kinderturnen bis zur Seniorengymnastik, mit der Ehrennadel ausgezeichnet.

2002: Auf der JHV der Fußballabteilung im „Kiek in“ übernahmen Jugendobmann Rudi Seebrandt und Thomas Bürger die Aufgaben der Abteilungsleitung als „Doppelspitze“, da sich niemand als Nachfolger für den scheidenden ersten Vorsitzenden Frank Heuck fand. Zum neuen Jugendobmann wählten die 42 Teilnehmer Axel Utech und Heiner Reichardt für den zurückgetretenen ersten Beisitzer Peter Heuck. Auf der JHV der Reha-Sportgruppe in „König’s Gasthof“ Bargenstedt wählten die etwa 50 Anwesenden Sportwart Uwe Gerresheim als Vertreter des ersten Vorsitzenden mit in den Vorstand und bestimmten Dirk Elsen zum Pressereferenten. Der 15-jährige Albersdorfer Judoka Johannes Peters belegte bei den Deutschen Meisterschaften der U17 den neunten Platz. Die Fechter Janek Holtschneider und Michael Jasper errangen achtbare Erfolge bei den Landesmeisterschaften im Degen- und Florettfechten für Schüler und Jugendliche und Spartenleiter Karsten Schrum bei den Senioren-Landesmeisterschaften. Der Leichtathlet Matthias Wecke gewann beim Wettbewerb im 10.000 Meter Bahngehen die Goldmedaille und holte für Tura den ersten nationalen Meistertitel. Bettina Lucht und Oskar Schwantes wurden Landesmeister. Die Angebotspalette wurde um Tai-Bo unter Übungsleiterin Anja Nagies erweitert. Auf der JHV in der Erheiterung (108 Anwesende) wurde stellvertretend für die im vergangenen Jahr Verstorbenen an Gerhard Weng und Helmut Landberg gedacht. Die Leistungsnadeln erhielten Johannes Peters (Judo), Michael Braun (Schwimmen) und Karsten Schrum (Fechten), die goldene Leistungsnadel des DLV Matthias Wecke (Leichtathletik). Als Sportler des Jahres zeichnete Günter Bielenberg Julia Hildebrandt (Trampolin) und die Frauen-Fußballmannschaft aus. Silberne Ehrennadeln erhielten Ulrike Beckmann (Herzsport), Frank Beckmann (Handball), Hilde Busch (Gymnastik), Uwe Gerresheim (Reha-Sport), Heidi Plath (Handball), Joachim Repnak (Handball), Jürgen Wolf (2. Vorsitzender) und Rolf Harders (Badminton). Goldene Ehrennadeln gab es für Erika Jech (Gymnastik) und Werner Martin (Kassenwart Fußball). Für den ausgeschiedenen 2. Beisitzer Frank Heuck wählte die Versammlung Jürgen Glindemann. Dem Vorschlag Günter Bielenbergs, eng mit der Agentur für bürgerschaftliches Engagement (EVE) zusammenzuarbeiten, stimmte man vorbehaltlos zu. Ute Staack erhielt bei der Agentur einen wöchentlichen 18-Stunden-Vertrag und war somit direkter Ansprechpartner. Im Mai fuhr Ute Michaelsen mit 28 Turanern zum Deutschen Turnfest nach Leipzig. Der Vorstand hatte eine Fragebogenaktion durchgeführt, um Meinungen der Tura-Mitglieder zu erhalten. Das Ergebnis war dürftig. Von 650 ausgegebenen Bögen waren 115 zurückgekommen. Beitrag und Angebote fand die Mehrzahl angemessen. Kritisiert wurden zu große Gruppen in zu kleinen Räumen, zu junge Übungsleiter, zu geringe Leistungsförderung. Angeregt wurde mehr Öffentlichkeitsarbeit, Tura-Sweatshirts. Beim diesjährigen Ungarnbesuch mussten die Gäste boßeln, was allen großen Spaß machte, da die Verpflegung gesichert war. Auf der Vorstandsitzung im September im Sportheim übernahm Jochen Bufe, freier Mitarbeiter der Regionalzeitungen, die Erstellung der „Vereinsnachrichten“. Sie soll unter dem Namen „Turafit“ einmal im Jahr erscheinen, kurz nach der JHV. Seit September war die Visitenkarte des Vereins im Internet unter www.schleswig-holstein.de zu finden. Bei der Sportlerehrung der Stadt wurden Klaus Jebsen, Werner Martin, Oskar Schwantes, Matthias Wecke und Marielle Juckenack ausgezeichnet und auf der Stadtvertretersitzung im Dezember verlieh Bürgervorsteherin Barbara Köhler dem Tura-Vorsitzenden Günter Bielenberg die Ehrennadel der Stadt für seine jahrzehntelangen ehrenamtlichen Tätigkeiten.

2003: Auf der erweiterten Vorstandssitzung im Sportheim beklagte Günter Bielenberg, dass in der Leichtathletik drei Kinder (Neuzugänge) abgewiesen werden mussten, weil die Hallenkapazität mit 50 aktiven Kindern erschöpft war. Axel Tippe (Reha-Vorsitzender) bedauerte, dass sich seine Mitglieder nicht am gemeinsamen Outfit beteiligen können, weil es keine T-Shirts als „große Größen“ gibt. Der Kinderfasching mit 124 maskierten Turaner-Kindern und „Clown Ute“ in der Großsporthalle war wieder ein Riesenspaß. Das „Schaufenster des Sports“ in der Großsporthalle, das der Selbstdarstellung, Werbung und Rechenschaft gegenüber Mitgliedern, Sponsoren und Förderern diente, war ein großer Erfolg. Über 800 Besucher bestaunten die Leistungen der Sportler aus 16 Sparten. Auf der JHV der Reha-Sportgruppe in „König’s Gasthof“ Bargenstedt wählten die Anwesenden Gerd Rybka zum zweiten Vorsitzenden für den zurückgetretenen Ralf Siemssen. Auf der JHV der Leichtathletiksparte in der Großsporthalle erhielt Matthias Wecke bereits zum sechstenmal die Bundesbestennadel in Gold vom Deutschen Leichtathletikverband. Auf der JHV der Fußballabteilung im „Kiek in“ wählten die 40 Mitglieder den bisherigen Beisitzer Thomas Kühl zum stellvertretenden Abteilungsleiter als Nachfolger für den ausgeschiedenen Jürgen Glindemann. Auf der JHV in der Erheiterung (91 Anwesende) wurde stellvertretend für die im vergangenen Jahr Verstorbenen an Jochen Sonnenburg gedacht. Die Leistungsnadeln erhielten Matthias Wecke (Leichtathletik) und Swea Wanntke (Fußball). Als Sportler des Jahres zeichnete Günter Bielenberg Tim Reichardt (Fußball), Heloise Spennato (Samba) und Anja Nagies (Tai-Bo) aus. Silberne Ehrennadeln erhielten Stefan Baumgart (Handball), Dirk Elsen (Handball) und Gesche Utermark-Koch. Goldene Ehrennadeln gab es für Thomas Kühl (Fußball), Rosemarie Schwantes (Turnen), Elke Launert (Leichtathletik) und Jürgen Glindemann (Fußball). Oskar Schwantes ernannte er zum Ehrenmitglied. Für den ausgeschiedenen 2. Beisitzer Jürgen Glindemann wählte die Versammlung Werner Martin. Marc-André Baumeister und Dennis Gundlach belebten ab März die Basketballsparte neu. Beim „Spiel ohne Grenzen“ im Tura-Stadion als Eröffnung der Meldorfwoche machte natürlich auch eine Mannschaft von Tura mit, hielt sich als Gastgeber aber höflich zurück und platzierten sich in der Mitte. Auf der Versammlung der Handballsparte im Sportheim verabschiedete Tura- Vorsitzender Günter Bielenberg den langjährigen Spartenleiter Uwe Tegeder. Als Nachfolgerin wählte die Versammlung Melanie Albertsen. Im August übernahm Jürgen Vogel die Leitung der Rollstuhl-Sparte von Otto Politz. Mit der Radsportgruppe unter der Leitung von Ralf Friedrichsen eröffnete Tura seine 20. Sparte.

2004: Beim Neujahrsempfang im Sportheim begrüßte Günter Bielenberg als neue Leiterin der Herzsportgruppe Dorothea Weinowski als Nachfolgerin von Ulrike Beckmann, die zum Abschied die goldene Ehrennadel erhielt. Zudem Ralf Gaida, der die Skigymnastik übernommen hatte. Bau und Einweihung des dritten Sportfeldes am Otto-Nietsch-Weg war erfolgt und ein Sportforum eingerichtet worden. Marc-André Baumeister wurde mit der Leitung der Aktion „Sport gegen Gewalt“ im Rahmen der „Integration von freier und gebundener Jugendarbeit“ betraut, die mit dem JuZe-Cup Ende Januar begann. Im Februar legte Uta Bielfeldt ihr Amt als Jugendwart nieder. Auf der JHV in der Erheiterung (91 Anwesende) wurde stellvertretend für die im vergangenen Jahr Verstorbenen an Calli Carstensen gedacht. Die Leistungsnadel erhielt Nadine Schneider (Leichtathletik). Als Sportler des Jahres zeichnete Günter Bielenberg Birte Kosmin (Fußball) und Sandra Hennings (Stepp-Aerobic) aus. Silberne Ehrennadeln erhielten Anne-Marga Sprick (Reha-Sport), Ingrid Moczkuhn (Judo), Udo Schmiedlau (Volleyball), Britta Jönsson (Trampolin), Frank Reisenbüchler, Wolfgang Schult und Uwe Boe (alle Handball), Christian Timm (Fußball) und Dr. Gunter Fangerau (Förderverein Handball). Goldene Ehrennadeln gab es für Gerd Rypka und Rudi Seebrandt. Erika Jech ernannte er zum Ehrenmitglied. Karin Ehlers übernahm die Spartenleitung Schwimmen von Silke Ulka. Der Vorsitzende bekam von Ute Michaelsen zwei „Nordic-Walking-Stöcke“ als kleines Dankeschön. Er sollte sie aber selbst bezahlen. Daraufhin stellte Rudi Seebrandt schmunzelnd den Antrag, sie ihm in Anerkennung seiner Verdienste zu schenken. Dem Antrag wurde einstimmig stattgegeben. Der Verein stellte sich am „Sozialtag“ mit Vertretern verschiedener Sparten vor. Am „Tag der Vereine“ beteiligte sich Tura mit einem „Soccer-Feld“ auf dem Rathausplatz und beim Spiel ohne Grenzen (Meldorfwoche) waren Turaner dabei. Die Ski- und Snowboardfreizeit war wieder ein Vergnügen für die Wintersportfreunde. Die Samba-Girls tanzten bei der Aktuellen Schaubude auf dem Meldorfer Marktplatz. Ute und Herbert Michaelsen gründeten die Sparte Nordic Walking und Jazzdance wurde seit Mai von Nicole Dahlke angeboten. Mit einer kleinen Feierstunde ehrte Günter Bielenberg im Sportheim Mitglieder (4 Frauen und 20 Männer), die 40 Jahre und länger dem Verein angehörten. Für die Planung und Durchführung eines Gesundheits- und Fitnesscenters entwickelte das Kompetenzteam (Dirk Elsen, Dieter Peters, Günter Bielenberg, Ute Michaelsen und Klaus Jebsen) einen Bedarfsplan. Der Besuch der Ungarnfreunde nach Meldorf fiel aus finanziellen Gründen aus. Im September begann der Kurs „Fit und vital ….älter werden in Schleswig-Holstein“ mit 25 männlichen und weiblichen Teilnehmern zwischen 50 und 70 Jahren aus Meldorf und Umgebung. Die Teilnehmer waren so begeistert, dass sie auch nach Kursende im Dezember weitermachen wollen. Auf der Vorstandssitzung im Oktober im Sportheim begrüßte Günter Bielenberg als neuen Jugendwart Heidi Plath, die den Verein als Trainer und Schiedsrichter (Handball) seit Jahren unterstützt. Jörg Jacobsen erläuterte die Homepage, die er im Auftrag des Vorstands erstellt hatte. Seitdem ist Tura im Internet präsent! Der Vorstand beschloss eine moderate Beitragserhöhung und das Vorziehen der Herausgabe der Vereinsnachrichten vor die JHV. Dafür soll im Jubiläumsjahr eine zusätzliche „Festschrift“ erscheinen. Am 18.11. übernahm Kirsten Andresen die Badminton-Sparte von Frauke Delfs.

2005: In der ersten Vorstandssitzung des neuen Jahres am 12.01.2005 werden die Planungen und Aktivitäten für das diesjährige 120jährige Vereinsjubiläum intensiv besprochen. Für das geplante Fitnesszentrum soll kurzfristig ein Grundstück ein Grundstück auf dem Gelände der Gärtnerei Glaeske an der Österstrasse erworben werden.  Im weiteren Verlauf des Jahres scheitert dies jedoch mangels Fördermitteln. Es wird dann über eine Anbindung an das Hallen- und Freibad nachgedacht.
Nach 11 Jahren als Spartenleiter Leichtahtletik gibt Rolf Michaelsen seinen Posten frei; neue Spartenleiterin wird Heike Kulda.
Der 1. Herrenmannschaft im Fußball gelingt in diesem Jahr der Aufstieg in die höchste Spielklasse des Landes Schleswig-Holstein, der Verbandsliga.
Am  12.04.2005 findet die Jahreshauptversammlung zum Vereinsjubiläum im Lokal „Zur Erheiterung“ mit stattlichen 181 Anwesenden statt. Zum Beginn wird durch die Tura-Samba-Gruppe die „wiederentdeckte“ Tura-Hymne aus dem Jahre 1920 gesungen:

            Grün und weiss sind unsere Farben,
            grün und weiss weht uns voran.
            Grün und weiss woll’n wir uns kleiden,
            wenn die Arbeit ist getan.

            Sind wir einst des Spieles müde,
            sind wir einst des Spieles satt,
            gehen wir hin zu unsrem Obmann:
            „Obmann Eylmann, wir hau’n in Sack“.

Vorsitzender Günter Bielenberg blickt in seiner Festansprache auf Vergangenes zurück und stellt seine Zukunftsvisionen vor. Zitat: „Mut steht am Anfang des Handelns, Glück an seinem Ende“ (Demokrits 470 – 380 v. Chr.)
 
Mit der silbernen Ehrennadel  werden ausgezeichnet:

  •     Karsten Schrum (Fechtabteilung)
  •     Rolf Michaelsen (Leichathletikabteilung)
  •     Jochen Bufe (Vereinsredakteur)

Die goldene Ehrennadel erhalten:

  •     Ehepaar Dora und Udo Thiessen (Tanzen)
  •     Ehepaar Ursel und Uwe Peterson (Leichtathletik /Schwimmen)   

Der längjährige Kassenwart Klaus Jebsen wird mit der Verdienstnadel des Kreissportverbandes Dithmarschen ausgezeichnet.
Für den ausscheidenden Beisitzer Werner Martin wird Lars Kleinschmidt neu in den Vorstand gewählt. Von der Versammlung wird eine Beitragsanpassung ab 01.01.2006 bei nur einer Enthaltung beschlossen, um den steigenden Ausgaben gerecht zu werden. Erwachsene zahlen jetzt 9,00 EUR,  Rentner 6,00 EUR und  Familien 16,00 EUR. Der Jugendbeitrag bleibt bewusst unverändert.
Am 19.11.2005 findet ein Festball aller Vereine statt.
Durch den Landessportverband Schl.-Holstein erhält TuRa im November den mit 500 EUR dotierten „Breiten- und Gesundheitssportpreis“ verliehen.
Aus Anlass des Jubiläums erscheint zum Jahresende einer Festschrift, in der sich alle 20 Sparten darstellen. TuRa ist mittlerweile einer der größten Vereine an der Westküste.

2006: Zum 01.01.2006 übernimmt Fikret Cerrah als neuer Pächter das TuRa-Sportheim; es wird ab jetzt als „TuRa-Sportlertreff“ bezeichnet. Der Umbau sowie die Teilsanierung des Umkleidebereiches werden durch den Landessportverband gefördert. Auch die TuRa-Geschäftsstelle befindet sich ab August d. J. in diesen Räumen.
TuRa beteiligt sich jetzt an dem Landesprojekt „Integration durch Sport“; als Sparte ist die Sambo-Abteilung als Schwerpunktsportart für Zuwanderer und Aussiedler beteiligt.
Neu ist auch das Projekt „Schule und Verein“. Der Verein stellt den Übungsleiter der Schule zur Verfügung und der Landessportverband zahlt die Entschädigung. Hieran beteiligen sich vorerst die Fußball- und Handball-abteilung sowie die Volleyballer.

An der Jahreshauptversammlung am 27.04.2006 nehmen 117 Turaner teil. Anlässlich der Totenehrung wird dem langjährigen Spartenleiter der Fußballabteilung Karl-Emil Petersen gedacht.
Die silberne Ehrennadel erhalten:

  •     Axel Tippe (Reha-Gruppe)
  •     Dr. Beate Tschirner (Herzsportabt.)
  •     Gerhard Bendzuk (Herzsportabt.).

Die goldene Ehrennadel erhält:

  •     Bruno Mohr (Faust- und Prellballabt.).

Ute Michaelsen und Uwe Tegeder scheiden nach langjährigem erfolgreichen Wirken aus dem Vorstand aus. Beide bleiben aber als sog. „Beauftragte“ dem Verein erhalten. Als neue Beisitzer fungieren Martina Hummel-Manzau sowie Dieter Peters. Neue Jugendwartin wird Kirstin Mildner, die durch ein sog. „Junior-Team“ unterstützt wird.
Am 30.06.2006 beteiligt sich Tura mit einem „Brückenlauf“ an den Feierlichkeiten zur Einweihung des „Sprungs über die Bahn“. Es nahmen 283 Teilnehmer aus 35 Vereinen teil.
Die Leichathletikabteilung bildet ab diesem Jahr mit anderen Vereinen die „ LG Dithm. Westküste“.
Auch in diesem Jahr bildet das Thema „TuRa-Fitnesszentrum“ für den Vorstand eine großeArbeitsbelastung. In div. Terminen tauchen immer neue Aspekte/Probleme auf. Auch das Kostenvolumen überschreitet schon jetzt weit die 1-Mio.Eurogrenze. Zur Akzeptanz bei den Mitgliedern veranstaltet Antje Vettelschoß im Rahmen einer Studienarbeit der Fachhochschule Westküste Heide eine Umfrage zu diesem Thema. Nach Auswertung der 260 eingegangenen Antworten wird das Projekt positiv bewertet.

2007: TuRa nimmt im Februar 2007 an einer 2tägigen Tagung der Grossvereine in Schleswig-Holstein teil. Immer deutlicher werden die Probleme bei der Besetzung von ehrenamtlichen Positionen thematisiert.

Die Jahreshauptversammlung findet am 24.04.2007 mit 70 Teilnehmern statt. Anläßlich der Totenehrung wird der langjährigen Turanerin Thea Siemßen gedacht.
Mit der silbernen Ehrennadel wird

  •     Herbert Michaelsen (Übungsleiter auf div. Sektoren)

ausgezeichnet.

Die goldene Ehrennadel erhalten

  •     Maren Nissen (Damengymnastik)
  •     Jürgen Wolf (langjähriger 2. Vorsitzender).

Zum neuen Ehrenmitglied wird

  •     Jürgen Glindemann (langjähriger Fußballschiedsrichter)

ernannt.

Für den ausscheidenden 2. Vorsitzenden Jürgen Wolf findet sich kein Nachfolger. Nach längerer Diskussion erklärt sich Ute Michaelsen für 1 Jahr bereit, diesen Posten zu übernehmen.
In der Vorstandssitzung am 27.06.2007 wird nach langer und reger Diskussion eine Erhöhung der Trainer- und Übungsleiterentschädigungen beschlossen.
Die Partnerschaft mit den Sportfreunden aus Ungarn besteht jetzt seit 20 Jahren.
Ein Kompetenzteam aus je einem Vertreter Tura’s, des Freibadfördervereines sowie der Stadt Meldorf bereitet in mehreren Sitzungen mit Unterstützung des CAT-Förderzentrums Meldorf eine Machbarkeitsstudie (Einnahmen/Ausgaben) zum Fitnesszentrum vor. Letztlich taucht die Frage nach einem finanziellen, nicht abwägbarem Risiko auf. In einem Gespräch beim zuständigen Ministerium in Kiel werden die Möglichkeiten der finanziellen Zuschüsse aus div. Fördertöpfen kritischer und in deutlichem geringeren Umfang als bisher angenommen dargestellt. Im Zusammenhang mit der angedachten Einbindung in das Hallen- und Freibad würden ferner zusätzliche Mittel für Brandschutzmaßnahmen erforderlich werden. Das ganze Vorhaben hat sich jetzt zu einer Größenordnung von ca. 3,6 Mio EUR entwickelt. Unter Abwägung all dieser Daten entscheidet sich der Vorstand schweren Herzens, aber seiner Verantwortung dem Verein gegenüber, zum Abschied vom Projekt eines Fitness- und Freizeitzentrums. In einem Gespräch am 09.07.2007 wird dies den anderen Projektbeteiligten mitgeteilt; die Presse berichtet ausführlich. 

In der Sitzung am 28.11.2007 wird Dr. Sebastian Günther als weiterer Beisitzer in den Vorstand berufen.

 

vorläufiges Ende (November 2007)

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